Alan G. MacDiarmid

Alan G. MacDiarmid

geboren am 14. 04. 1927, Masterton (NZ)
gestorben am 07. 02. 2007, Dexel Hill/Philadelphia (USA)

Einer der drei Väter der “Leitfähigen Polymere”
bzw. “Polymer-Metalle”.
Inhaber zahlreicher Ehrungen und Auszeichnungen.

Nobelpreis in Chemie, mit Alan MacDiarmid und Hideki Shirakawa, 2000
“Für die Entdeckung und Entwicklung von leitfähigen Polymeren”

 

1943 Beginn des Studiums am Victoria College der Universität von Neuseeland in Wellington.
1947 Bachelor of Science.
1950 Master of Science in Chemie.
1951 Fulbright-Stipendium für ein Promotionsstudium an der Universität von Wisconsin in Madison (USA).
1953 1. Promotion an der Universität von Wisconsin, Madison (USA).
1955 2. Promotion an der Universität Cambridge, Sidney Sussex College (GB).
Kurzzeitiger Aufenthalt an der Universität St. Andrews, Schottland (GB).
Eintritt in das Chemie-Department der Universität von Pennsylvania, Philadelphia (USA).
1964 “Full Professor” am Chemie-Department der Universität von Pennsylvania, Philadelphia.
1975 Gastprofessor am Tokyo Institute of Technology (J). Wird durch Hideki Shirakawa mit Polyacetylen bekannt gemacht.
1977 Mit A. Heeger und H. Shirakawa: Bahnbrechende Veröffentlichung über Dotierung von Polyacetylen. (Phys. Rev. Lett., 39, 1098 (1977)).
ab 1984 Arbeiten über Dotierung von elektrisch leitfähigen Polyanilinen. Diese sind stabil an der Luft und in Feuchtigkeit.
1987 Grundlegende Veröffentlichung über dotierte Polyaniline: (Synth. Met. 13, 193 (1986)).
1988 “Blanchard Professor of Chemistry”, Universität von Pennsylvania, Philadelphia.
2000 Nobelpreis in Chemie, gemeinsam mit Alan Heeger und Hideki Shirakawa.
2002 Fakultätsmitglied der Universität von Texas, Dallas (USA).

Alan MacDiarmid erarbeitete, zusammen mit Alan Heeger (Physiker) und Hideki Shirakawa (Polymerchemiker) die Grundlagen für die neue Substanzklasse der elektrisch leitfähigen Polymere, die man auch als polymere Metalle bezeichnen kann. Der Anteil Alan MacDiarmids bezieht sich hauptsächlich auf die Untersuchung der ?Dotierung? mit kleinen Mengen Zusatzstoffen, die die Ursprungsleitfähigkeit der untersuchten Polymere drastisch und entscheidend erhöhen.

Heute (2008) werden elektrisch leitfähige Polypyrrole bereits in flachen Mini-Batterien der Firma Varta für den mp3-player iPod-nano (“Innovationspreis der deutschen Wissenschaft”, 20. Januar 2007) und in polymeren organischen Leuchtdioden (OLEDS) für Displays (Kameras, Handys) eingesetzt. In der Zukunft werden viele weitere Anwendungen erwartet.

Literatur:

[1] URL: http://nobelprize.org/nobel_prizes/chemistry/laureates/2000/macdiarmid-autobio.html
[2] URL: http://www.nzedge.com/heroes/macdiarmid.html
[3] URL: http://www.cam.ac.uk/cambuniv/nobelprize.html
[4] URL: http://www.sas.upenn.edu/~macdiarm/
[5] URL: http://www.osti.gov/accomplishment/macdiarmid.html
Günter Lattermann (2008)