Folgenden Unterkategorien zum Jahr 2010 sind verfügbar: Artikel - Bücher


Die Zeitschrift Kunststoffe im Carl Hanser Verlag, München feiert ihren 100. Geburtstag.
Hierzu gratulieren wir sehr herzlich.
Wir weisen gerne auf den Sonderteil "Kunststoffe - 100 Jahre" hin.


Zeitschrift "Kunststoffe" 5/2010: 100 Jahre Kunststoffe
Vor einhundert Jahren gründete Richard Escales die Zeitschrift Kunststoffe. Sie entstand parallel zu einer Gruppe neuer Werkstoffe, die damals noch nicht Kunststoffe hießen. Zum 100. Geburtstag wurde ein Rückblick und Ausblick jeweils für die unterschiedlichsten Anwendungen zusammengestellt.
(Read most of the articles in English in Kunststoffe international on www.kunststoffe-international.com)

S. 68-73, Dietrich Braun, Ein Wort wird zum Begriff
Rückblick. Die Entwicklung von Harzen und plastischen Massen zum Kunststoff wurde von intensiven Nomenklaturdiskussionen begleitet, die ihren Ursprung teilweise auch in den vormals verwendeten Ordnungsprinzipien für den Warenverkehr und für Zolltarife hatten. Diese Diskussionen sind längst durch die technische Entwicklung überholt, sie gehören aber zur Geschichte der Kunststoffe.
Artikel, Literaturverzeichnis

S. 74-77, Guido F. R. Radig, Über die Emanzipation der Polymere
Expertenrunde. Vier Pioniere der Zunft treffen sich, aus dem Jenseits kommend, zu einem fiktiven Gespräch. Ort der Handlung ist ein Café in München-Bogenhausen, in der Nähe des Englischen Gartens. Die Herren sitzen auf der Terrasse, bei Kaffe, Tee und Zigarren, um 100 Jahre Kunststoffe zu ventilieren.
Artikel, Lebensläufe

S. 78-83, Wolfgang Glenz, Karriere mit Kunststoff
Zeitreise. Eine neue Zeitschrift gründen heißt wirtschaftliches Risiko wagen. Risiko, aber auch potenzieller Erfolg sind dann am wenigsten abschätzbar, wenn damit völlig neue Inhalte und Zielgruppen angesprochen werden sollen. Und nicht zuletzt die Wahl des "Titels" verlangt Phantasie und Weitblick. Als Dr. Richard Escales 1910 eine neue Zeitschrift mit dem Titel Kunststoffe gründete, gab es weder den Wortbegriff noch den Werkstoff.
Artikel

S. 84-88, Kurt Stepping, Vom hässlichen Entlein zum schönen Schwan.
Image von Kunststoff. Vier von fünf Befragten in Deutschland geben heute dem Werkstoff Kunststoff gute Noten und verbinden damit ein positives Image. Das war beileibe nicht immer so. Zu Beginn der 1990er-Jahre noch gaben die Deutschen der Kunststoffindustrie und ihrem Werkstoff miserable Noten.
Artikel

S. 90-94, Andreij Kupetz, Ein Material in Form gebracht
Design im Wandel der Zeit. Kunststoff war das Material des industriellen Zeitalters - und damit das Material des industriellen Designs. Doch noch nie schien das Verhältnis der Designer gegenüber dem Werkstoff so sehr von Neugier und Respekt geprägt wie heute. Ein Abriss zu 100 Jahre Kunststoff-Designgeschichte.
Artikel

S. 95-99, Susanna Stock, Hüllen mit vielen Funktionen
Packmittel. Mit einem Marktanteil von über 40% belegen Verpackungen aus Polymerwerkstoffen den ersten Platz im Packmittelmarkt. Gleichzeitig ist die Verpackungsbranche mit 33% der größte Abnehmer für Kunststoffmaterialien. Damit ist eine unvergleichliche Erfolgsgeschichte gelungen, die erst in den Fünfzigerjahren begann.
Artikel

S. 100-103, Elke Genzel, Spielraum für Architekten und Ingenieure
Bauen. Vor etwa 65 Jahren hat das Bauen mit Kunststoffen mit der Herstellung von Rohren begonnen. Im Laufe der Jahre eröffnete sich dieser Werkstoff neue Anwendungsbereiche. Heute ist das konstruieren mit faserverstärkten Kunststoffen ein gesonderter Zweig im Baubereich, der es erlaubt, unkonventionelle Ideen zu verwirklichen.
Artikel

S. 104-110, Günter Lattermann, Vom Gummireifen zur Kunststoffkarosse
Automobil. Der Gebrauch von Kunststoffen in Automobilen ist eigentlich so alt wie diese selbst. Das erste Automobil lief auf Vollgummireifen. Von da an war es ein langer Weg zur umfangreichen Verwendung von Kunststoffen in den heutigen Kraftfahrzeugen. Betrachtet werden hauptsächlich die ersten 50 Jahre, aber immer wieder wird auch ein Blick auf die heutige Entwicklung geworfen und zum Schluss ein kurzer Ausblick angefügt.
Artikel, Literaturverzeichnis

S. 112-118, Ralf Ackermann, Ein Grundbedürfnis der menschlichen Natur
Kommunikation. Der Archetypus der Telefons war über die Jahrzehnte einem steten Wandel unterworfen. Schrittmacher waren die Entwicklung der Werkstoffe und Verarbeitungsverfahren und die verfügbaren Kommunikationstechniken. Namentlich das Mobiltelefon ist längst kein reines Nutzgerät mehr, eher ein Lifestyle-Objekt mit Hightech-Innenleben. Schützende und schmückende Hülle für die Elektronik - diese beide Faktoren bestimmen das Design der Geräte maßgeblich.
Artikel

S. 119-123, Thomas Seul, Kai Holl, Ruben Schlutter, Im Dienste der Gesundheit
Medizintechnik. Neben den Medikamenten haben auch Kunststoffe auf ganz eigene Art die Möglichkeiten der medizinischen Behandlung revolutioniert. Dabei sind die Anforderungen an die Produktentwicklungen ebenso vielfältig. Heute werden Spritzen, Prothesen, Gelenke oder Herzklappen erfolgreich aus Kunststoff hergestellt.
Artikel, Literaturverzeichnis

S. 124-127, Bernd Stein, Vom Wurzelholz zum Vielfarbenwunder
Zahnbürsten in aller Munde. Täglich nutzen wir sie, die Zahnbürste. Weltweit. Das war nicht immer so. Noch vor gut einhundert Jahren galt sie als Luxusgut, das nur dem Adel und den Reichen vorbehalten war. Erst der Kunststoff machte sie zu einem erschwinglichen Massenprodukt, das strahlend weiße Zähne in jedermanns Lächeln zaubert.
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S. 128-133, Stefanie Wolf, Jahrhundert-Streifzug durchs Kinderzimmer
Spielwaren. Ein Blick zurück in die Anfänge des 20. Jahrhunderts zeigt Spielwaren aus Metall und Holz. Produziert wird größtenteils in Heimarbeit, nur wenige leisten sich Maschinen. Zelluloid und mit den Jahren weitere Kunststoffe verändern die Spielwarenindustrie. Heute produzieren viele Unternehmen automatisiert und in großem Umfang ihre Artikel aus Kunststoffen.
Artikel, Literaturverzeichnis

S. 134-138, Udo Dahlmann, Jürgen Lahn, Ende des Schattendaseins
Hausgeräte. Das Unternehmen Miele existiert seit 1899, ist also gerade elf Jahre älter als die Zeitschrift Kunststoffe. Damals hatten Carl Miele und sein Partner Reinhard Zinkann, als sie im ostwestfälischen Herzebrock ihr Geschäft aufnahmen, mit Kunststoff als Werkstoff wenig im Sinn. Doch das änderte sich rapide - mit sichtbaren Folgen: Heutige Hausgeräte gehören eher in die Designausstellung als in die Abstellkammer.
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S. 139-144, Veit Senner, Unterwegs zu neuen Rekorden
Hochleistung im Sport. Sowohl im Breitensport als auch im Spitzensport sorgen Kunststoffe für höhere Leistungen, für mehr Sicherheit und mehr Komfort. Die Vorzüge der polymeren Werkstoffe wie geringe Dichte, Flexibilität und hohe Festigkeit werden von Sportlern quer durch alle Disziplinen geschätzt.
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S. 145-147, Uta Scholten, Kunststoff schreibt Geschichte
Deutsches Kunststoff Museum. Kunststoffe haben eine Geschichte und erzählen Geschichten. Auch wenn die Branche schon 2007 mit der Patentierung von Baekelands Phenolformaldehydharz - Bakelit - den 100. Geburtstag der vollsynthetischen Kunststoffe feierte, gilt es noch, viel Arbeit zu leisten, um die technische, wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung der Polymerwerkstoffe darzustellen und einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.
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